10. Klassen besuchen die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Verfasst von Eva Lehner, Adrian Bartmann, Sophie Seegerer, Lukas Völkl, Michelle Wührl, Hanna Randig.

Zu Beginn der Führung wurden wir freundlich von unserem Gruppenleiter begrüßt. Anhand von Bildern erläuterte er uns das Gelände der KZ-Gedenkstätte. Durch die unfassbare Kälte war es für uns noch unvorstellbarer, dass die damaligen Häftlinge leicht bekleidet bis zu 14 Stunden am Tag im Steinbruch arbeiten mussten und zweimal täglich bis zu 5 Stunden am Appellplatz gezählt wurden.

In der ehemaligen Wäscherei haben wir viele interessante Dinge gesehen, beispielsweise die Duschen, in denen die Neuankömmlinge qualvoll durch Wechselduschen mit eiskaltem oder siedend heißem Wasser gereinigt wurden oder den sogenannten Frisör, bei dem jeder seine Individualität durch eine Ganzkörperrasur verlor. Außerdem verloren die Häftlinge ihre Persönlichkeit durch das Ersetzen ihres Namens durch eine Nummer. In der Ausstellung konnten wir uns über bestimmte Insassen informieren.

Die Kleidung bestand aus einem Paar Holzschuhen und dünnen blau-grau-gestreiften Sträflingsklamotten, die sie Tag und Nacht anhatten und nicht wechseln konnten. Wenn diese Sachen kaputtgegangen sind, gab es keinen Anspruch auf Ersatz. Außerdem besaß jeder nur eine Schüssel und einen Löffel. Zu essen bekamen die Häftlinge morgens ein Stück Brot mit einem warmen Getränk und mittags dünne Suppe.

Am Schluss wurde uns das sogenannte „Tal des Todes“ gezeigt und beschrieben, wie die Leichen im Krematorium verbrannt wurden.

Unser Fazit lautet: Wir sind froh, erst nach dieser schrecklichen Zeit geboren worden zu sein.

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